Working Papers
Mit der Working Paper-Reihe bietet der Sonderforschungsbereich ,Vigilanzkulturen. Transformationen – Räume – Techniken‘ thematische, methodische und theoretische Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse.
Mit der Working Paper-Reihe bietet der Sonderforschungsbereich ,Vigilanzkulturen. Transformationen – Räume – Techniken‘ thematische, methodische und theoretische Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse.
Unter Whistleblowing versteht man üblicherweise „the disclosure by organization members (former or current) of illegal, immoral, or illegitimate practices under the control of their employers, to persons or organizations that may be able to effect action“.
Kennzeichnend ist die Enthüllung von Missständen innerhalb einer Organisation oder aus dieser heraus, wobei dies in normativ erwartungswidriger Weise erfolgt: Beim Whistleblowing verlässt der Insider die regulären Mitteilungskanäle, d.h. den (beim direkten Vorgesetzten beginnenden) Dienstweg. Geschieht das durch Meldung bei unternehmenseigenen Anlaufstellen (Compliance-Abteilung, interne Revision usw.), wird dies als internes Whistleblowing bezeichnet. Um dessen externe Variante handelt es sich hingegen, wenn die Information gegenüber Strafverfolgungsbehörden, Medien usw. erfolgt.
Bei der externen Meldestelle des Bundes handelt es sich um eine Institution, die im Sommer 2023 speziell zur Entgegennahme von externem Whistleblowing eingerichtet worden ist. Für die Einordnung der Befunde und Beobachtungen, die im vorliegenden Paper zu dieser Meldestelle vorgestellt werden können, ist es hilfreich, neben
ihrer regulatorischen Einbindung und Ausgestaltung auch die bisherige Forschung zu externem Whistleblowing in einigen zentralen Punkten zu rekapitulieren.
En este documento de trabajo, el ecoturismo sirve como punto de partida, „point of entry“, para analizar los imaginarios globales relacionados con el medio ambiente y sus procesos de impacto local en la sierra del sur de México. Aquí el ecoturismo surge como catalizador de una nueva imagen propia para algunas personas que se proponen como objetivos la conservación de sus tradiciones y la protección del medio ambiente.
DOI: https://doi.org/10.5282/ubm/epub.119771
Eine der zentralen, projektübergreifend zu verfolgenden Aufgaben des Sonderforschungsbereich 1369 ‚Vigilanzkulturen‘ besteht darin, zu klären, wie man die Responsibilisierung von Akteuren theoretisch fassen kann und zu klären, wie sie kulturell geleitet und historisch veränderlich ist. Mit diesem Working Paper stellt die Arbeitsgruppe „Responsibilisierung“ erste Ergebnisse zur Debatte. Sie bietet ein terminologisches beziehungsweise definitorisches Rahmenkonzept an, das helfen soll, die verschiedenen Formen der Verantwortungsübertragung unterscheiden und vergleichend zu diskutieren.
In einem interdisziplinären Workshop des Teilprojekts C02 im Dezember 2019 gingen die Teilnehmer*innen aus Medizin-, Philosophie-, Kunstgeschichte und Altphilologie den Entwicklungslinien der Vigilanzsymbolik in der vormodernen Medizin nach. Den Ausgangspunkt bildete der alerte Hahn, der eng mit dem Werk des deutschen Chirurgen Wilhelm Fabry von Hilden (1560–1634) verbunden ist. Überlegungen und Vergleiche zur Metaphorik der Wachsamkeit in der vormodernen Medizin und in ihrer starken Hinwendung zur Antike standen im Fokus der Veranstaltung. Die im vorliegenden Working Paper gesammelten Beiträge diskutieren das Verhältnis der (Äskulap-)Schlange und des Hahns als weiteres Tiersymbol des Arztes bis hin zur Rolle des antiken Motivs der Hahn-Opfer an Asklepios nach erfolgreicher Genesung.
What makes this review essay on Francisco Cantúʼs bestselling book on the US-Mexican border regimes uniquely thought-provoking – and, in equal measure, challenging – is the diversity of the disciplines involved and their relationship to the subject matter. Our working groupʼs aim has been to analyze notions of ›subjectivation‹, that is, the process of becoming a subject in relation to practices of vigilance. Thus, our working group explored what diff erent disciplines can gain from reflecting on and analyzing the same text and which aspects of it they consider particularly relevant to ongoing debates on vigilance and subjectivation. What kind of subtexts are brought to light by these divergent readings and what aspects do some disciplines stress that others would not have noticed in such detail?
In this working paper the authors off er a review of the fi rst medical and political reactions to the COVID-19 pandemic. Addresses to their nations made by political representatives of four European countries (Sweden, Italy, France and Germany), all of which were aff ected by the novel coronavirus at diff erent times and with different severity levels, form the foundation of our study. How these addresses serve to legitimize restrictions to freedom and appeal to the sense of responsibility of citizens, reveals contrasting ways of controlling bodies in the interest of preserving health. Crucially, public health concerns are at the center of both types of pandemic control. Here, past promises of an allpowerful medical fi eld, equipped to overcome any ailment and to reshape human life, clash with a reality in which the medical world in turn is reliant upon political and social dynamics.
DOI: https://doi.org/10.5282/ubm/epub.71985
Durch das Wirksamwerden der Europäischen Richtlinie 2019/1937 (EU) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2019 kann sich die hiesige Rechtspolitik den durchaus vielgestaltigen Problemen, die sich beim Whistleblowing und dessen Rahmensetzung ergeben nicht länger entziehen. War es ihr bislang möglich, sich einer rechtlichen Ausgestaltung der Problematik (trotz mehrfacher Gesetzesinitiativen) immer wieder zu enthalten, steht sie dank des Europäischen Rechts nunmehr für eine dezidierte Festlegung ausdrücklich in der Pflicht. Dies war Anlass für einen größeren SFB-Workshop, dessen Vorträge und die diskussionseinleitende Statements in diesem Working Paper dokumentiert werden.
DOI: https://doi.org/10.5282/ubm/epub.70684